Parallel zu einer physikalischen Testumgebung wurde ein
Gebäudesimulator implementiert. Dabei wurden
die vom Simulator berücksichtigten Effekte und
die Schnittstelle zu Kontrollsystemprototypen
erweitert. Beide Umgebungen, der installierte Raum
und der Simulator, verfügen über die
gleiche TCP/IP-Socket-basierte Schnittstelle und
können alternativ oder in Kombination
eingesetzt werden. Zusätzlich wurde eine
CORBA-Schnittstelle eingeführt.
An Simulatoren werden sehr unterschiedliche
Anforderungen gestellt, die teilweise in Konkurrenz
zueinander stehen: Echtzeit, Simulation vieler
Effekte, hohe Genauigkeit, kurze Latenzzeiten,
große Gebäude, etc. Deshalb ist ein fest
kodierter Simulator nicht für alle
Testszenarien gleichermaßen geeignet. Daher
wurde ein Simulatorgenerator entworfen, der aus
Klassendiagrammen, Entwurfsmustern und weiteren
Notationen maßgeschneiderte Simulatoren
erzeugt, die das jeweilige Szenarium optimal
unterstützen. Bei diesem Verfahren,
PSIGene (Pattern-Based Simulator Generator),
dienen Klassenmodelle zur Definition der
Simulationsobjekte. Entwurfsmuster stellen
Abstraktionen der verwendeten Simulationsverfahren
und physikalischen Modelle dar. Durch ihre
Verwendung legt der Entwickler fest, wie die
Objekte simuliert werden sollen, ohne dass er sich
mit den Details von Gebäudesimulatoren
befassen muss. Zuletzt standen die Erweiterung von
PSiGene um Muster zur Adaption der im Simulator
verwendeten Softwarearchitektur und die Erstellung
eines graphischen Editors für
Entwurfsmustermodelle im Vordergrund. PSiGene ist
in die in den letzten Jahren in der Arbeitsgruppe
entwickelte Softwaregenerierungsumgebung
MOOSE (Model-Based Object-Oriented Software
Generation Environment) integriert und enthält
neben Mustern zur Simulation auch Muster für
einfache Regelungsstrategien. PSiGene
verkörpert selbst wieder eine generische
Methode zur Erstellung maßgeschneiderter
Softwarekomponenten und stellt daher über die
Simulatorgenerierung hinaus einen eigenen Beitrag
zu den Forschungsaktivitäten der Arbeitsgruppe
dar.
Fragen an: Jan
Peter Riegel (riegel@informatik.uni-kl.de)
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