Aufgabensammlung der Akkreditierungskommission des Fakultätentages  Informatik

Änderungen gegenüber letzter Version in Rot.

    1. Übersicht über die Gremien behalten und Kontakte pflegen

    1. AVI: Marwedel, Claus, Decker, Zimmermann sind Mitglieder
      1. nächste Sitzung am  16.6.99 in Dortmund
      2. Sitzung hat stattgefunden, anwesend vom FTI: Decker, Zimmermann, folgende Regelung wurde erreicht: AVI macht bis September einen Vorschlag, der dann vom FTI beraten wird und auf der Plenarversammlung vorgestellt wird. Der Vorschlag unserere Kommission soll  zusammen mit den beschlossenen Modalitäten als Grundlage dienen.
    2. GI:    Brief an Vorstand von Hantzschmann
      1. Zimmermann wird Mitglied im Fachausschuß 7.1
    3. VDE:
    4. HRK
    5. KMK

    2. Übersicht über Aktivitäten an Informatikfachbereichen behalten

    1. Liste weiterführen
      1. Neuer Eintrag aus Darmstadt
    2. Abfrage auf  jedem Plenum des FTI

    3. Informationen über Bs/Ms in anderen Ländern sammeln

    1. Ist der Bs in den USA in computer science berufsqualifizierend im Hinblick auf geplante Zertifizierungen?
      1. Der Zweifel ist berechtigt, das der Bs bei Ingenieuren nicht berufsqualifizierend ist und bis zur Zertifizierung  eine weitere Ausbildung von etwa 1 Jahr erforderlich ist!
      2. Obige Aussage ist nach Rückfrage bei Kollegen in den USA und Unterlagen über Zertifizierung so nicht korrekt. Richtig ist vielmehr, daß in den USA Ingenieure mit dem Bachelor direkt praktizieren dürfen und auch müIhre Grundsatzfrage, welchen Zweck die Akkreditierung für uns wohl

      3. haben mag, sehe ich ähnlich nebulös. Dagegen wird die Evaluation
        wegen der Mittelvergabe wohl zur Verpflichtung. Wenn das so ist, dann
        würde es völlig reichen, die Akkreditierung von den Evluator(inn)en mit
        erledigen zu lassen - als "Boolesche Zusatzbewertung". Voraussetzung:
        Die Evaluator(inn)en sind tatsächlich extern und objektiv (was man bei
        Mittelverteilung nicht unbedingt annehmen darf).
         
    2. Akkreditierung des Bs in den USA: Mindestanforderungen
    3. Welche europäischen Länder führen Akkreditierung durch? Mit welchem Ziel?

    4. Welche Inhalte sollen gefordert werden

    1. Ist das unser Hauptanliegen?
    2. Ernst Mayr:

    3. Es wird wohl schwer sein, sich hier auf einen einzigen Katalog zu einigen.
      Manche Maßgaben werden vom Umfang her zu treffen sein (geforderte Anzahl von
      SWS oder KATS, Anzahl von Bereichen, aus denen Veranstaltungen zu besuchen
      sind, etc.)
       
       

    5. Soll der Bs ein praxisnäherer Studiengang als unser wissenschaftlicher Studiengang sein?

    1. Ernst Mayr:
    2. Ich denke, ja.

       

    6. Grenzen wir uns zur FH ab oder machen wir ihr Konkurrenz?

    1. Ernst Mayr:

    2. Ein universitärer Bachelor-Studiengang wird m.E. notwendigerweise Konkurrenz
      für die FHs bedeuten. Wir sollten das auch wollen. Und: Der Ausbau der FHs
      geht nicht so weiter, wie er vielleicht einmal geplant war.
     
     

    7. Anerkennungsfragen

    1. Wollen wir akkreditierte FH-Bs automatisch anerkennen?
      1. Ernst Mayr:

      2. Nein. Und wofür?
    2. Wollen wir untereinander einen Unterschied zwischen akkreditierten und nicht akkreditierten Bs-Studenten machen?
      1. Ernst Mayr:

      2. Ja. Es muß die Motivation zur Akkreditierung ganz stark werden
    3. Gibt es ein Indiz dafür, daß im Ausland ein akkreditierter Abschluß mehr Wert ist als ein nicht akkreditierter?
      1. Ernst Mayr:

      2. Ich denke schon. Die Akkreditierung wird nicht immer im Mittelpunkt des
        Bewußtseins
        stehen, aber die als gut bekannten Programme/Unis sollten akkreditiert sein.
         
    4. Soll ein Ms, gleich welchen Typs, bei uns zur Promotion berechtigen?
      1. Ernst Mayr:

      2. Hängt vom Fach ab, aber grundsätzlich ja.

    8. Welches sind die Gründe, daß wir in der Informatik Akkreditierung anstreben?

     
    1. G. Zimmermann

    2. Ich kenne keinen sinnvollen, außer daß es verordnet wird.
    3. Ernst Mayr:

    4. Qualitätskontrolle, gewisse Vergleichbarkeit, Wettbewerb. Wie sinnvoll das
      alles ist, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
    5. Volker Claus:

    6. Wie Sie sich vielleicht noch erinnern, habe ich in Lübeck (Mai 98) die
      Frage gestellt, welchen Sinn es macht, Konkurrenz und Wettbewerb zu
      fordern und zugleich Anerkennungen zu oktroyieren. Meine Frage war,
      warum wir den tertiären Ausbildungsbereich nicht einfach für den
      Wettbewerb frei geben. (Das war natürlich auch motiviert durch das leicht
      übersteigerte Selbstbewusstsein, welches die (mit 14 SFBs und 220-
      Drittmittelmillionen reichlich bestückte) Universität Stuttgart
      gerne ausstrahlt.) Von seinem Selbstverständnis her konnte und kann der
      Fakultätentag Inf. dieser Forderung wohl nicht nachkommen, aber dieser
      staatlich verordnete Schlingerkurs, der sich jetzt andeutet, birgt
      mehrere Gefahren:
      - Vetternwirtschaft ("bewerte mich gut und tue dir ein gleiches"),
      - Vorurteils-Pflege ("wer einen schlechten Ruf hat, kriegt ihn bestätigt"),
      - Nivellierung ("wen wir nicht für qualifiziert halten, müssen wir
        trotzdem aufnehmen"),
      - professionelle Fassaden (gute Vorbereitung der Akkreditierung
        durch Scheinrealitäten; "Werbung statt Inhalt"),
      - Akkreditierung von Zuständen statt Inhalten (wenn es Standards in
        Form von Stellenzahl, Studienangebot, Geräteausstattung usw. gibt,
        dann hat man einen Anspruch darauf, akkreditiert zu werden, egal was
        man inhaltlich wirklich macht?).

      Und die negative Seite wird noch verstärkt durch:
      - Akkreditierung kostet Geld (ich rechne mit 30.000 Euro pro Studiengang,
        alle 5 Jahre spätestens zu wiederholen),
      - jede Fakultät ist gut beraten, einen hauptamtlichen Akkreditierungs-
        und Evaluationsbeauftragten (natürlich mit Lehrdeputatsreduktion)
        zu beschäftigen ("der ist sein Geld rasch wert"),
      - die Vorbereitung einer Akkreditierung blockiert einen Teil des
        Lehrkörpers für mehrere Wochen oder sogar Monate (Folge: "Jeder
        Akkreditierungsbericht ist als zwei Veröffentlichungen anzuerkennen."),
      - die hauptamtlichen Funktionäre, denen wir zu Recht misstrauen, haben
        schon wieder eine Bastion erobert, nerven das Personal und behindern
        somit die eigentlichen Aufgaben der Fakultät.
      Und: Wenn diese Negativwirkung entreten sollte, wie können wir dann
      noch guten Nachwuchs zum Verbleiben an der Uni überreden?

      Fazit: Es spricht alles dafür, sich nicht an der Akkreditierung zu
      beteiligen. Wenn wir es trotzdem tun, müssen wir obige Negativliste
      ausschalten. Ein paar Argumente hätte ich. Aber zunächst freue ich
      mich auf die Diskussion.

      ssen, da sie nur nach typisch 4 Jahren Berufspraxis zertifiziert werden dürfen.  Es gibt Projekte, an denen mindestens ein zertifizierter Ingenieur beteiligt sein muß. Zertifizierungen gelten nur in dem jeweiligen Staat, der sie durchgeführt hat.

    7. Wenn wir keinen finden, sollen wir den ganzen Aufwand dann möglichst verhindern?
    8. Sollen wir auch das Diplom akkreditieren lassen?

    9. Welche Kriterien außer Inhalten sollen wie berücksichtigt werden?

    1. Ernst Mayr:

    2. Breite, Aktualität, Spezialisierungsmöglichkeiten.
       
       
    3. Wie unterscheiden sich Akkreditierung und Evaluation?
      1. Ernst Mayr:

      2. Akkreditierung ist m.E. boolesch, Evaluierung viel stärker skaliert und
        mehrdimensional.