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G. Zimmermann
Ich kenne keinen sinnvollen, außer daß es verordnet wird.
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Ernst Mayr:
Qualitätskontrolle, gewisse Vergleichbarkeit, Wettbewerb. Wie
sinnvoll das
alles ist, da kann man sicherlich geteilter Meinung sein.
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Volker Claus:
Wie Sie sich vielleicht noch erinnern, habe ich
in Lübeck (Mai 98) die
Frage gestellt, welchen Sinn es macht, Konkurrenz
und Wettbewerb zu
fordern und zugleich Anerkennungen zu oktroyieren.
Meine Frage war,
warum wir den tertiären Ausbildungsbereich
nicht einfach für den
Wettbewerb frei geben. (Das war natürlich
auch motiviert durch das leicht
übersteigerte Selbstbewusstsein, welches
die (mit 14 SFBs und 220-
Drittmittelmillionen reichlich bestückte)
Universität Stuttgart
gerne ausstrahlt.) Von seinem Selbstverständnis
her konnte und kann der
Fakultätentag Inf. dieser Forderung wohl
nicht nachkommen, aber dieser
staatlich verordnete Schlingerkurs, der sich
jetzt andeutet, birgt
mehrere Gefahren:
- Vetternwirtschaft ("bewerte mich gut und tue
dir ein gleiches"),
- Vorurteils-Pflege ("wer einen schlechten Ruf
hat, kriegt ihn bestätigt"),
- Nivellierung ("wen wir nicht für qualifiziert
halten, müssen wir
trotzdem aufnehmen"),
- professionelle Fassaden (gute Vorbereitung
der Akkreditierung
durch Scheinrealitäten; "Werbung
statt Inhalt"),
- Akkreditierung von Zuständen statt Inhalten
(wenn es Standards in
Form von Stellenzahl, Studienangebot,
Geräteausstattung usw. gibt,
dann hat man einen Anspruch darauf, akkreditiert
zu werden, egal was
man inhaltlich wirklich macht?).
Und die negative Seite wird noch verstärkt
durch:
- Akkreditierung kostet Geld (ich rechne mit
30.000 Euro pro Studiengang,
alle 5 Jahre spätestens zu wiederholen),
- jede Fakultät ist gut beraten, einen hauptamtlichen
Akkreditierungs-
und Evaluationsbeauftragten (natürlich
mit Lehrdeputatsreduktion)
zu beschäftigen ("der ist sein Geld
rasch wert"),
- die Vorbereitung einer Akkreditierung blockiert
einen Teil des
Lehrkörpers für mehrere Wochen
oder sogar Monate (Folge: "Jeder
Akkreditierungsbericht ist als zwei Veröffentlichungen
anzuerkennen."),
- die hauptamtlichen Funktionäre, denen
wir zu Recht misstrauen, haben
schon wieder eine Bastion erobert, nerven
das Personal und behindern
somit die eigentlichen Aufgaben der Fakultät.
Und: Wenn diese Negativwirkung entreten sollte,
wie können wir dann
noch guten Nachwuchs zum Verbleiben an der Uni
überreden?
Fazit: Es spricht alles dafür, sich nicht
an der Akkreditierung zu
beteiligen. Wenn wir es trotzdem tun, müssen
wir obige Negativliste
ausschalten. Ein paar Argumente hätte ich.
Aber zunächst freue ich
mich auf die Diskussion.
ssen, da sie nur nach typisch 4 Jahren Berufspraxis
zertifiziert werden dürfen. Es gibt Projekte, an denen mindestens
ein zertifizierter Ingenieur beteiligt sein muß. Zertifizierungen
gelten nur in dem jeweiligen Staat, der sie durchgeführt hat.
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Wenn wir keinen finden, sollen wir den ganzen Aufwand dann möglichst
verhindern?
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Sollen wir auch das Diplom akkreditieren lassen?